02. Jänner 2026BVZ - Nina Mayer |
Kulturverein Purbach startet mit neuem Zuhause
Der Kulturverein Purbach hat ein Zuhause gefunden. Im ehemaligen „Pur.Pub“ startet am 29. Jänner ein feines Programm mit Jazz, Chansons und vielem mehr. 60 Plätze, große Namen und viel Leidenschaft für Kultur auf hohem Niveau.
2019 wurde der Kulturverein Purbach gegründet – mit großen Ideen und viel Enthusiasmus. Doch wie so vieles andere musste auch dieser kulturelle Aufbruch zunächst geduldig sein: Corona bremste die Aktivitäten aus, sodass man erst am 9. September 2021 so richtig durchstarten konnte.
Seitdem bewiesen Obmann Franz Steindl und seine engagierten Vereinsmitglieder eindrucksvoll, wie lebendig Kultur in Purbach sein kann. Symphonische Konzerte in der Purbacher Kirche, ein Big-Band-Abend am Kellerplatz, sogar eine ausgelassene 80er-Party standen auf dem Programm. Nur eines fehlte: ein eigenes Vereinslokal.
„Das geht gar nicht“, fanden Heather und Norbert Wokusch. Das Purbacher Ehepaar stellte dem Kulturverein kurzerhand das ehemalige PurPub zur Verfügung, das sich in ihrem Besitz befindet. Was folgte war weniger glamourös: bürokratische Hürden, strenge Auflagen und hohe finanzielle Anforderungen. Der Verein ließ sich davon nicht entmutigen, legte selbst Hand an und erfüllte in Eigenregie alle Vorgaben. Mit Erfolg: Nun kann es endlich losgehen.
Klein aber fein
Das neue Vereinslokal ist klein gehalten – maximal 60 Gäste finden Platz. Genau darauf richtet sich auch das Programm aus: kleinformatige Veranstaltungen, dafür mit umso mehr Qualität und Atmosphäre. Oder wie man es auch nennen könnte: klein, aber sehr fein.
Der Startschuss fällt am 29. Jänner mit der Band „Sunnadl“. Drei burgenländische Damen – Sigrid Prattinger, Nadja Milfait und Belinda Fritz – servieren burgenländische Chansons sowie verträumte bis feurige Instrumentalnummern. Sie erzählen vom Dorfleben, vom Schilfgürtel des Neusiedler Sees und den Hängen des Leithagebirges, träumen von fernen Ländern und nehmen es sogar mit der heimischen Gelsenplage auf – selbstverständlich mit weiblicher Konsequenz.
Weiter geht es am 26. Feber mit der „Jazzthat-Lounge“. Am Piano sitzt Willi Frühwirth, Philosophieprofessor und leidenschaftlicher Jazzmusiker. Für diesen Abend hat Obmann Franz Steindl angekündigt, dass er die Formation musikalisch verstärken wird.
Am 26. März gastiert der Gitarrenprofessor der Joseph Haydn Privathochschule Gerald Gradwohl, gemeinsam mit Sängerin Camaa. Jazztöne von Hans Hausl stehen am 16. April auf dem Programm.
Zum Muttertag weicht der Kulturverein in die Kirche des Ortes am Neusiedler See aus: Christa und Gerald Schönfeldinger zeigen dort, welch faszinierende klassische Klänge man einer Glasharmonika entlocken kann.
Kultur vom Feinsten
Und das ist längst nicht alles. Einmal im Monat möchte der gemeinnützige Verein künftig Veranstaltungen anbieten. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und verfolgen ein klares Ziel: Kultur auf hohem Niveau nach Purbach zu bringen. Um die Kosten zu decken, wird ein Eintritt von 20 Euro eingehoben. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.
Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Voranmeldung erforderlich – zum Beispiel per E-Mail an info@kulturverein-purbach.at. Ganz nach dem Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Ein weiteres Highlight: Obmann Franz Steindl übt bereits fleißig das Cocktailmixen und will seine Gäste nach den Veranstaltungen als Barkeeper mit Margaritas, Piña Coladas und anderen Klassikern verwöhnen – ganz à la Tom Cruise.
Man darf also gespannt sein und sich freuen.